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Uropa, werde ich auch einmal ein Flakhelfer? Nach einer wahren Begebenheit
1950. Heiligabend. Der Duft der heißen Maroni zieht über den Vorplatz der Heilig-Geist-Kirche hinweg. Es ist kalt und fast noch unbemerkt tanzen kleine federleichte Schneeflocken durch die Luft. Die bunten und gut sortierten Marktstände und Verkaufsbuden, die jetzt um die Mittagszeit des 24. Dezember noch auf dem Kirchenvorplatz stehen, werden wie schon die vergangenen Adventstage eifrig von den Bewohnern der Stadt für die letzten Weihnachtseinkäufe besucht.
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Im transgenerationalen Prozess, d. h. im Laufe der Zeit über die Generationen hinweg, können dysfunktionale Muster, die blinden Flecken, das unbewusste Material der Eltern, der Großeltern, der Urgroßeltern, oftmals undurchschaubar deformiert, unbewusst an die eigenen Kinder / Enkelkinder weitergegeben werden.
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Die Einsamkeit schleicht sich nicht langsam ein, sie ist abrupt da. Du bist nicht vorbereitet. Sie befällt deine Seele, dein Gemüt. Du bist irritiert über das, was in deinem Innern passiert. Es macht dir Angst.
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Gewidmet allen kleinen und großen Schulkindern mit ihren Lehrkräften
„Du hast goldenes Haar!“ Der dunkelhäutige kleine Junge, der erst vor drei Tagen ihrer zweiten Klasse zugewiesen wurde, schaut seine neue Lehrerin ehrfürchtig an. Noch einmal sagt er: „Du hast goldenes Haar!“ Er kann seinen Blick kaum von ihr lösen. Seine Bewunderung für ihr Haar hält nun schon den dritten Tag an. Seine Lehrerin lächelt ihn erneut an. Der kleine dunkelhäutige Junge mit den kurzen, dichten schwarzen Locken strahlt.
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Nicht nur für Haut-Geschädigte
Es waren einmal zwei Frauen und drei Männer. Sie lebten in einem freien und blühenden Land, das von Kriegen und einem diktatorischen Herrschertum schon lange verschont geblieben war und somit konnten alle seine Bewohnerinnen und Bewohner in Sicherheit und Wohlstand leben. Doch da auch ihr Land kein Schlaraffenland war, wo einem die gebratenen Vögel und Gänse in den Mund fliegen und alles, was das Herz begehrt, ohne Mühe zu bekommen ist, so hatten auch diese Fünf mit so manchen alltäglichen Verrichtungen ihre liebe Not und auch sie wurden nicht verschont von unangenehmen Plagen und Ungerechtigkeiten.
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Du siehst so blass aus. Ich kämpfe. Du siehst so müde aus. Ich kämpfe. Du bist so schmal geworden. Ich kämpfe. Du siehst so traurig aus. Ich kämpfe. Wie lange kämpfst du denn schon? Mein ganzes Leben. Gegen wen kämpfst du denn? Gegen meinen Schmerz. Du kämpfst also gegen dich? Du führst Krieg gegen dich selbst? Lebenslang? Wenn du dich besiegt hast, ist dann dein Kampf zu Ende? Musst du also bis an dein Lebensende kämpfen? Ist dies nicht ein mühevolles Leben? Andauernder Kampf zermürbt und macht noch kränker. Keine Freude, kein Glück, keine Zufriedenheit, keine Ruhe?
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Warte zwei Wochen, dann kommen die Eisheiligen und im Juni folgt die Schafskälte. Frieren dann die Schafe?, fragt sie. Ja, sie frieren, antworte ich. Was machen sie dann?, fragt sie. Sie kuscheln sich eng aneinander, sage ich. Sie kooperieren. Was ist mit den äußeren Schafen?, fragt sie. Sie wechseln sich mit den Innenstehenden ab, antworte ich. Aber manche wollen nicht kooperieren und sich auch nicht abwechseln, sage ich. Sie bleiben am äußeren Rand. Das sind die sogenannten schwarzen Schafe. Sie schaut betroffen. Die schwarzen Schafe, sage ich, das sind aber die Starken, die Abgehärteten.
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Der kleine Junge muss vor dem Einschlafen mit seinem Händchen immer und immer wieder an das Bettgestell klopfen, zehnmal und nochmal zehnmal. Er muss sein Nachttischlämpchen an- und wieder ausschalten, dies immer wiederholen. Die Mama und der neue Papa ahnen nichts davon. Warum wissen sie nichts über das Seelenleben ihres Kindes? Im Alltag ist der kleine Junge ein neugieriges und aufgewecktes Kind, brav, ordentlich, ein sehr guter Schüler, der früh seine Leidenschaft für das Schachspielen entdeckt.
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Love, love me do! Dieses Lied trifft Marie wie ein Blitz! Mit diesem Song, der zu Beginn der 1960er Jahre die Weltkarriere der Beatles einläutet, verändert sich auch das Leben der vierzehnjährigen Marie. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als aus ihrem „Gefängnis Familie“ auszubrechen, wo das heillos zerstrittene Elternpaar, welches immer noch den Stempel der Kriegsflüchtlinge trägt, jedes Wochenende erneut die eigenen verdrängten seelischen Verletzungen und verpassten Lebenschancen im Ehekrieg auszuagieren scheint.
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Eine ganz normale Familie?
Liebe Eltern, liebe Mamas, liebe Papas, liebe Pflegemamas, liebe Pflegepapas, liebe Omas, liebe Opas, liebe Ersatzomas, liebe Ersatzopas, liebe Erzieherinnen, liebe Erzieher, liebe Lehrerinnen, liebe Lehrer – die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die ich mit dieser kleinen Erziehungshilfe erreichen möchte, ließen sich auf einen noch weitaus umfangreicheren Personenkreis ausweiten. Es möge sich somit jede Person angesprochen fühlen, die langfristig und regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen in persönlichem Kontakt steht.





